1. Licht: Stille

Die Farbe der Stille.

Hat Stille eine Farbe? Manche sagen sie sei schwarz. Manche erleben sie weiß. Manche finden sie aber auch bunt. Auch im Yoga ist man sich da nicht einig. Während die einen Stille als leer empfinden, sind sich andere ganz sicher, dass Stille der Inbegriff von Fülle ist. Die Frage ist nur: Wer kann das wissen? Die Antwort ist dabei genauso widersprüchlich: Niemand und Jeder. Und das ist genau das Spiel hier auf der Welt, dass uns täglich erwartet: Der Tanz zwischen den Polen. Und weil der nicht immer einfach ist und uns viel abverlangt, sind es gerade die Momente der Stille, die uns wieder auftanken lassen, unabhängig davon ob Stille nun grün, rot oder blau ist…

Ein Licht der Stille entzünden:
Setz dich vor eine Kerze, die auf Augenhöhe steht und etwa eine Armlänge weit entfernt ist. Achte darauf, dass die Kerze windgeschützt steht. Dann beginne deinen Blick auf die Flamme zu fokussieren. Betrachte den Docht und die Flamme mit offenen Augen, solange wie du die Augen bequem offenhalten kannst. Sobald du de Augen schließen möchtest, lasse die Lider sinken und behalte das Bild, das von der Kerze bei verschlossen Augen bleibt, entweder in Form eines Punktes oder eines Schattens oder dem Abbild der Kerze bei. Wenn das Bild anfängt zu tanzen, halte es immer wieder an dem Punkt zwischen den Augenbrauen als Bild fest, ohne dich aber zu überanstrengen. Nach einiger Zeit wiederhole die Übung oder lege dich auf den Rücken um zu entspannen oder bleibe noch einige Zeit still sitzen.

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