"Voll Mond", von Katharina Middendorf

Wenn der Mond voll ist, dann aber auch richtig. Da gibt es keine halben Sachen. Und das ist diesem ganz besonderen Gruß auch zueigen. Hier geht es um das Runde, das Volle, das Intensive. Auch wenn man im Yoga sagt, dass das Weibliche empfangend und kühlend ist, so wissen wir Frauen und auch Männer das besser. Das Weibliche ist wild. Und so auch der Mondgruß. Was wir im Yoga Ida nennen, die passive, introvertierte Kraft heißt im Tantra Shakti. Und Shakti ist in ihrer Form der Kali ganz und gar nicht ruhig. Kali ist kreativ, wild und exessiv. Und an der Stelle fügen sich für mich Yoga und Tantra wie zwei Hälften ineinander. Und so kann der Mondgruß beides sein: ein kühlender Begleiter in den Abendstunden. Oder aber ein wilder Ausdruck ungestümer Schaffenskraft. Es kommt ganz darauf an, wie wir ihn praktizieren und wie unser Verständnis des Weiblichen gerade aktiv ist. Und damit möchte ich heute alle einladen, die den Mondgruß so lieben, zu experimentieren. Macht Euch Musik an, wenn Ihr mögt, wählt die Kleidung die Eure Stimmung unterstützt, macht Kerzen an oder wilde Räucherstäbchen. Findet Euren Mondgruß!

Für alle, die den Mondgruß nicht kennen, hier ein Video zum Mondgruß Stufe 1 mit der yogischen Ausrichtung von Ida, der kühlenden Kraft. Und denjenigen, die ihre Praxis intensivieren oder den Mondgruß unterrichten möchten, sei die Fortbildung empfohlen.

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