Yoga, Achtsamkeit & Psychologie, 22./23.09.2018, Berlin Jetzt anmelden

Als Psychotherapeuten, Ärzte und Menschen in helfenden Berufen arbeiten wir bereits mit zahlreichen Methoden und Interventionen. Neueste Erkenntnisse der modernen Neurowissenschaften erweitern unser Blickfeld dabei ebenso fundamental wie die Bewegung der Achtsamkeit, die sich immer mehr als therapeutisches Grundprinzip etabliert. In vielen therapeutischen Kontexten wird von Achtsamkeit, Atemübungen, Gefühle beobachten, Nicht-Werten und Nicht-Identifizieren gesprochen: aber wie praktiziert man es konkret von seinem Therapeutenstuhl aus? Macht man es gar selbst?

Diese Fortbildung widmet sich diesen Fragen und bietet neben den theoretischen Inhalten einen direkten Einstieg in die Praxis. Es ist bereits erwiesen, dass Psychotherapeuten, die vor einer therapeutischen Sitzung meditiert haben, erfolgreicher therapieren und sich Patienten/Klienten besser erholen. Doch warum ist das so? Und wie kann man das Geschenk, das bei einem selbst so gut funktioniert auch an den Patienten/Klienten weitergeben?

In dieser Fortbildung gehen wir der Frage auf den Grund, warum Techniken aus Yoga & Meditation der Arbeit als Therapeut dienlich sind und wie man sie in die Therapie integriert. Dabei haben wir drei Dinge im Blick:

  • Den Klienten und destruktive und nützliche Denkschleifen
    Wann ist die eigene Wahrnehmung wichtig? Wann ist das Ich wichtig? Wann ist es wichtig, seine Wünsche auszudrücken? Wann ist Abgrenzung wichtig? Wann ist Angst wichtig? Eine spannende Auseinandersetzung mit den „Kleshas“.
  • Den Therapeuten und die Brücke zwischen Mitgefühl und Neutralität
    Sich als Therapeut „leer“ machen können und dabei bezogen bleiben. Wie geht das? Wo sind Grenzen? Wo hört Mitgefühl auf und fängt Mitleid an? Wo ist Neutralität herzlos und wo emphatisch? Eine spannende Auseinandersetzung mit Bhakti und Raja Yoga und den Ansätzen der Verhaltenstherapie und dem systematischen Ansatz.
  • Den Therapie-Prozess und mögliche Blockaden im Therapieverlauf
    Wann spricht man in welcher „Sprache“ mit dem Klienten? Kann ein Ebenenwechsel dienlich sein, um Blockaden im Therapieverlauf zu ändern? Und wenn ja, welche Ebenen gibt es und wie erkenne ich welche passen könnte? Eine spannende Auseinandersetzung mit den „Koshas“.

Was Du lernst:

  • Grundlagen der Meditation der Achtsamkeit und ihrer Anwendung als eigene Praxis
  • Mitgefühl und Neutralität als Techniken schulen und etablieren
  • das Anleiten von Yogahaltungen im Kontext von Psychotherapie
  • Möglichkeiten der Einbettung von praktischen Techniken in den Therapiekontext/Therapiesitzung
  • Selbstmitgefühl als Therapietechnik und Psychohygiene anzuwenden

Nach dem Workshop kannst du:

  • Fehlerfreundlichkeit als Psychohygiene anwenden
  • Selbstmitgefühl und Selbstreflektion praktizieren und weitergeben
  • Bereitschaft zur Öffnung des Klienten/Patienten erhöhen
  • vom Therapeutensessel aus in Bewegung kommen durch das gezielte Setzen somatischer Anker
  • Effektivität und Effizenz durch schnellere Beobachtungsgabe steigern

 

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  • Veranstalter:

    nivata


  • Name:

    Yoga, Achtsamkeit & Psychologie

  • Typ:

    Fortbildung

  • Datum:

    22./23.09.2018

  • Zeit:

    Sa/So: 9-17 Uhr

  • Ort:

    Yogaschule Zehlendorf
    Riemeisterstr. 114 / Eingang: Im Gestell
    14169 Berlin
    info@yogaschule-zehlendorf.de

  • Anreise:

    Anbindung: U3, Onkel-Toms-Hütte

  • Teilnehmerzahl:

    Mind. 6

  • Lehrer:
  • Zertifikat:

    Fortbildungspunkte der Psychotherapeutenkammer, wenn die Mehrzahl der Fortbildung von Psychotherapeuten besucht wird

  • Info:

    Für psychologische Psychotherapeuten, Ärzte, Menschen in Heilberufen, Yogalehrer & Interessierte